Bundesweite TOA-Statistik: Auswertung für die Jahrgänge 2013-2014

Köln, 18. Mai 2016

Bundesweite TOA-Statistik: Auswertung für die Jahrgänge 2013 und 2014

Die neue Auswertung der bundesweiten Täter-Opfer-Ausgleichs-Statistik für die Jahrgänge 2013 und 2014 liegt nun in Online-Form vor und knüpft nahtlos an der Auswertung der Jahrgänge 2011 und 2012 an. Das Dokument kann als PDF über die Website des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz abgerufen werden. Es haben 67 Einrichtungen an der Statistik teilgenommen, was seit 1999 einen neuen Höchststand markiert. "Noch deutlicher ist der Anstieg bei den eingegangenen Fallzahlen, die 2013 mit mehr als 5.000 Fällen und 2014 mit mehr als 7.000 ausgewerteten Fällen neue Höchstmarken erreicht haben", schreiben die Verfasser. 

Erst im Juni 2015 hatte das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Vertreter/innen aus Landesjustizministerien, Wissenschaftler/innen,Vertreter/innen von Schlichtungsstellen, der BAG, des TOA-Servicebüros u. a. m. zu einem Workshop zur Zukunft der TOA-Statistik nach Berlin eingeladen. Nach eingehender Diskussion sprachen sich alle Anwesenden für die Fortführung der TOA-Statistik aus. In einer Stellungnahme war zu lesen: Sie ist eine wichtige und geradezu unverzichtbare Informationsquelle, die Aufschluss über die praktische Bedeutung des TOA gibt und die regelmäßig in einschlägigen wissenschaftlichen Publikationen zitiert wird. Auch in der Presse und vor Ort sindvergleichbare und verlässliche Zahlen neben exemplarischen Einzelfällen eine wichtige Argumentationshilfe.

Allerdings gilt es, die Zahl der teilnehmenden Einrichtungen weiter zu erhöhen. So sind z. B. Ausgleichsstellen der Ämter und Behörden in der TOA-Statistik deutlich unterrepräsentiert. Die Einbindung neuer Formen und Angebote wie etwa TOA im Vollzug, Konferenzen und Zirkel wäre für das Gesamtbild von großem Interesse. Auch inhaltlich soll die TOA-Statistik stetig fortentwickelt werden. Traditionell findet diese Diskussion im Rahmen des TOA-Forums statt. Wie bereits in Bonn, Suhl, Oldenburg und Potsdam bieten Prof. Dr. Hartmann und Thorsten Lüer auch in Bad Kissingen eine Arbeitsgruppe für alle Interessierten an. Weitere Informationen zum 16. Forum für Täter-Opfer-Ausgleich finden Sie hier.