Kreativitätstechniken in der Mediation (Referentin: Anne-Katrin Rauschenbach)

Veranstalter: 
TOA-Servicebüro
Anmeldeschluss: 
Freitag, 31. März 2017
Keine weiteren Anmeldungen möglich
Datum: 
Mittwoch, 5. April 2017 - 10:00 bis 17:00
Adresse: 
Sportschule und Bildungsstätte des Landessportbundes Hessen e.V.
Otto-Fleck-Schneise 4
60528 Frankfurt am Main
Deutschland

Thema:

Erfolgreiche Mediation durch Nutzung geeigneter Kreativitätstechniken

Inhalt:

Kreativitätstechniken sind unverzichtbar in der Mediation und stellen ein wichtiges Werkzeug dar. Sie kommen insbesondere in der Phase der Generierung von Lösungsoptionen zum Einsatz. Ihre Anwendung ist jedoch nicht ausschließlich auf diese Phase beschränkt.

Es existiert eine Vielzahl von Kreativitätstechniken, in der Mediation wird jedoch nur eine geringe Anzahl davon angewandt. Viele Mediatoren nutzen im Rahmen der Phase der Ideengenerierung nahezu ausschließlich die intuitiven Kreativitätstechniken Brainstorming oder Brainwriting-Methoden. Dabei erscheinen diese Techniken in der Mediation vielfach nur bedingt geeignet: Die Durchführung von Brainstorming ist erst in der Kleingruppe mit mindestens fünf Personen wirklich sinnvoll, da erst bei dieser Gruppengröße eine gegenseitige Inspiration der Teilnehmer erfolgt. In der Mediation mit nur zwei oder drei Medianden ist dies häufig nicht gegeben, es entstehen – auch bedingt durch den Konflikt zwischen den Beteiligten – keine wirklich neuen Ideen. Das breite Spektrum systematisch-analytischer Kreativitätstechniken war bislang in der Mediation noch überwiegend unbeachtet, bietet aber ein großes Potenzial.

Methode:

Das Seminar bietet zunächst einen theoretischen Überblick über verschiedene intuitive und systematisch-analytische Kreativitätstechniken. Im Anschluss haben Sie in Kleingruppen die Möglichkeit, die Techniken selbst in Rollenspielen, die sich an den verschiedenen Phasen im Mediationsprozess orientieren, anzuwenden. Eine Reflexion der Rollenspiele in der Kleingruppe sowie eine Diskussion der wesentlichen Erkenntnisse im Plenum runden das Seminar ab. Sie erweitern Ihr Methodenspektrum, können in Ihren Mediationen flexibler aus einer Vielzahl von Techniken wählen und die Medianden bei der Ideenfindung noch gezielter unterstützen.

Zielgruppe:

Alle Praktiker/innen im Täter-Opfer-Ausgleich sowie alle Beschäftigten in Opfer- und Täterhilfe (besonders: Bewährungshilfe, Gerichtshilfe und Jugendgerichtshilfe). Ferner richtet sie sich an Personen, die aufgrund ihrer Berufs- und/oder Lebenssituation im Umgang mit Menschen erfahren sind und Interesse an dem Thema haben.  (max.15 Personen)

Referentin:

Anne-Katrin Rauschenbach, Dipl.-Kauffrau (FH), Mediatorin (M. A.)

Die Referentin ist seit 2004 in verschiedenen Funktionen im Personalbereich eines großen Konzerns tätig, seit 2011 auch als Mediatorin in Konflikten im Arbeitskontext. Die praktische, unternehmensintern absolvierte Mediationsausbildung hat sie 2014 mit Abschluss des Masterstudiums Mediation an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) mit den Schwerpunkten ‚Konfliktmanagementsysteme in Unternehmen und Organisationen‘ sowie ‚Mediation im Kontext Kinder, Jugendliche, Schule und Jugendhilfe‘ wissenschaftlich erweitert. Sie  ist sie auch freiberuflich als Mediatorin, Trainerin und Autorin tätig. Die Anwendung von Kreativitätstechniken in der Mediation sowie die weitergehende Forschung auf diesem Gebiet stellt hierbei ein Interessensschwerpunkt dar. In einem Berliner Kinderheim ist sie darüber hinaus ehrenamtlich pädagogisch aktiv.

Preise:

Teilnahmegebühr: 180,00 €

Verpflegung: 40,00 €