"Mediator/in in Strafsachen" in Münster (September 2017 - September 2018)

Veranstalter: 
Landesjugendamt Westfalen in Kooperation mit TOA-Servicebüro
Anmeldeschluss: 
Montag, 14. August 2017
Partner
Datum: 
Montag, 18. September 2017 bis Dienstag, 11. September 2018
Adresse: 
Franz-Hitze-Haus
Kardinal-von-Galen-Ring 50
48149 Münster
Deutschland

Ziele / Inhalt:
Mediation ist in vielen Anwendungsfeldern eine bewährte Methode. In dieser Ausbildung geht es in erster Linie um den Täter-Opfer-Ausgleich, also die Regelung von Konflikten mit strafrechtlicher Relevanz. Leitbild für die Ausbildung ist die Förderung einer humanen Rechtspflege, in der die Wiederherstellung des sozialen Friedens (Restorative Justice) Priorität hat. Sie richtet sich nach den Vorgaben der europäischen Opferschutzrichtlinien und den vom Servicebüro für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung herausgegebenen TOA Standards.

Fachliches Ziel ist die Weiterentwicklung eines Selbstverständnisses/einer Haltung als Mediator/in und die Befähigung zu methodisch qualifiziertem Arbeiten mit Tätern und Opfern, zu Kommunikation und Kooperation mit den Verfahrensbeteiligten im komplexen Tätigkeitsfeld Täter-Opfer-Ausgleich.

Die modulare Ausbildung dient dem Erwerb von Wissen und Handlungskompetenzen u.a. in folgenden Bereichen:

  • Theoretische Grundlagen
  • Grundprinzipien von Restorative Justice
  • Anwendung von Vermittlungs- und Gesprächsführungstechniken
  • Schärfung der Wahrnehmung für Kommunikationsprozesse
  • Steigerung der eigenen Ausdrucksfähigkeit
  • Einschätzung von Fallkonstellationen/Konfliktstrukturen
  • Wahrnehmung eigener persönlicher und institutioneller Bedingungen in ihrem Einfluss auf das Tätigkeitsfeld
  • Kooperation mit den Verfahrensbeteiligten, wie Staatsanwaltschaft und/oder Polizei

Modul 1 - Basisseminar (Einführung, Restorative Justice, TOA Standards, Konflikte regeln und verhandeln, Ablauf eines TOA)
Modul 2 - Opferperspektive
Modul 3 - Rechtliche Grundlagen, Kooperation mit der Justiz
Modul 4 - Methoden
Modul 5 - Abschlusskolloquium

Die Module können auch einzeln, in einer anderen Reihenfolge und in einem frei gewählten Zeitraum gebucht werden. Das Modul 5 - Abschlusskolloquium - kann nur absolviert werden, wenn alle anderen Module erfolgreich abgeschlossen wurden. Detaillierte Informationen in der Ausschreibung.

Teilnehmendenkreis:
Sozialpädagogische Fachkräfte oder Fachkräfte mit einer vergleichbaren Qualifikation, die den Täter-Opfer-Ausgleich bereits praktizieren oder praktizieren möchten.

Referentin / Referent:
Gerd Delattre, DBH-Servicebüro für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung, Köln / Jutta Möllers, Dipl.-Pädagogin, Mediatorin in Strafsachen, Familientherapeutin, LWL-Landesjugendamt Westfalen / Katja Grünewald, Dipl.-Sozialpädagogin, Mediatorin in Strafsachen, Fachstelle für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktregelung, Münster

Veranstalter:

LWL - Landesjugendamt Westfalen

Kooperationspartner:
Servicebüro für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung des DBH e.V., Köln

Ort:
Franz-Hitze-Haus, Kardinal-von-Galen-Ring 50, 48149 Münster, Tel.: 0251 9818-0

Teilnehmendenzahl:
18

Anmeldeschluss:
14.07.17

gilt für den gesamten Zertifikatskurs und für das Modul 1

Kosten:
Modul 1: 500,00 EUR Teilnahmegebühr zzgl. Unterkunft und Verpflegung;

Module 2 bis 5: jeweils 350,00 EUR Teilnahmegebühr zzgl. Unterkunft und Verpflegung.

Bei Anmeldung für den gesamten Zertifikatskurs ermäßigt sich der Preis. Die Teilnahmegebühr beträgt dann insgesamt 1.700,00 EUR zzgl. Unterkunft und Verpflegung.

Leitung / Auskunft zu Inhalten:
Jutta Möllers, Tel.: 0251 591-4561

Auskunft zu Anmeldung und Organisation:
Alicja Schmidt, Tel.: 0251 591-4580, E-Mail: alicja.schmidt@lwl.org

Die ausführliche Ausschreibung der Gesamtausbildung finden Sie hier im Anhang.