Vergleichsstudie zu "Restorative Justice und häuslicher Gewalt"

Köln, 20. März 2015

Vergleichsstudie zu "Restorative Justice und häuslicher Gewalt"

Im Januar 2015 veröffentlichten das Verwey-Jonker-Instituut (Niederlande), das Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie sowie das Institut für Konfliktforschung (Österreich) eine europäische Vergleichsstudie zum Thema "Restorative Justice in Fällen von häuslicher Gewalt". Die Arbeit beinhaltet erste Resultate des EU-Projekts "Restorative Justice in Cases of Domestic Violence, Best practice examples between increasing mutual understanding and awareness of specific protection needs" (JUST/2013/JPEN/AG/5487), das vom Verwey-Jonker-Instituut koordiniert wird und an dem sich sieben Länder beteiligen (Österreich, Dänemark, Finnland, Niederlande, England, Wales). Das Hauptanliegen der länderübergreifenden Forschungsgruppe besteht in der Erarbeitung eines Leitfadens, der Aufschluss darüber geben soll, wie Praktiken der Restorative Justice (wie zum Beispiel der Täter-Opfer-Ausgleich oder das Conferencing) in Fällen von Gewalt in Partnerschaften zum Einsatz kommen können.

Die Diskussion über den Einsatz von Praktiken der Restorative Justice in Fällen häuslicher Gewalt ist nicht neu. Allerdings gab es diesbezüglich in der Vergangenheit, gerade auch in Deutschland, starken Gegenwind von Seiten der "Opferschutzbewegung". Neben möglichen Risiken solcher alternativen Konfliktregelungen werden im ersten Kapitel der Studie auch die damit verknüpften Chancen beziehungweise deren Potenzial erkannt. Im zweiten Kapitel werden schließlich die unterschiedlichen Voraussetzungen und Entwicklungen der mitwirkenden Länder hinsichtlich des Projektthemas dargestellt.

Nähere Informationen zum Projekt können auf der Internetpräsenz des IARS Internationl Institutes nachgelesen werden. Dort besteht auch die Möglichkeit des kostenlosen Downloads der Studie.

 

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