Das Konzept "Mentalisierung" (Referent: Dr. Rainer Weber)

Veranstalter: 
TOA-Servicebüro
Anmeldeschluss: 
Freitag, 25. August 2017
Anmeldung geöffnet
Datum: 
Freitag, 29. September 2017 (Ganztägig)
Adresse: 
Universität zu Köln
NN
50923 Köln
Deutschland

Inhalt:

Mentalisieren beschreibt die Fähigkeit, sich selbst und andere in ihrer Bedürftigkeit, ihren und seinen Motiven, Wünschen etc. wahrnehmen undverstehen zu können. Wir mentalisieren, wenn wir die Welt des anderen mitseinen eigenen Augen sehen und wir versuchen die eigene Welt mit den Augen des anderen zu sehen. Wir wollen damit versuchen den anderen zu verstehen, was er denkt, was er fühlt und was er meint. Unter Stress ist die Fähigkeit zur Mentalisierung eingeschränkt. Eine eingeschränkte Mentalisierungsfähigkeit beeinträchtigt im unterschiedlichen Ausmaß die Affektwahrnehmung und –regulation.

Das führt dann zu einerungenügenden Spannungsregulation bzw. Fähigkeit zur Selbstberuhigung. Aus Missverständnissen werden dann Konfusionen, Aggressionen und Enttäuschungen. Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass die Fähigkeit zur Mentalisierung und Affektregulation im Falle einer eingeschränkten Mentalisierung, alle am Interaktionsprozess Beteiligten betrifft. Daher hat da Seminar durchaus auch einen gewissen Selbsterfahrungsanteil.

Aufbau:

a) Im Seminar soll das Mentalisierungskonzept in seinen Grundzügen dargestellt werden (Einleitungsvortrag).

b) Filmbeispiele, Rollenspiele (je nach Größe der Gruppe)

c) Fallbeispiele der Teilnehmer, Diskussion des Konzepts für die Anwendbarkeit auf die berufliche Tätigkeit als Mediator

Ziele:

Kennenlernen eines der basalsten Konzepte der Entwicklungspsychologie und dessen Auswirkungen auf das Interaktionsgeschehen

Zielgruppe:

Alle Praktiker/innen im Täter-Opfer-Ausgleich sowie alle Beschäftigten in Opfer-und Täterhilfe (besonders: Bewährungshilfe, Gerichtshilfe und Jugendgerichtshilfe). Ferner richtet sie sich an Personen, die aufgrund ihrer Berufs- und/oder Lebenssituation im Umgang mit Menschen erfahren sind und sich für den Täter-Opfer-Ausgleich interessieren oder ihn durchführen möchten.

Referent:

Dr. Rainer Weber, Dipl. Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker,

Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Uni Köln

Preise:

Teilnahmegebühr: 110,00 €

Verpflegung: 40,00 €

Gefördert von:

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