Aktuelle Ausbildungsangebote

Die modulare Ausbildung zum Mediator/zur Mediatorin in Strafsachen, die bereits seit 1991 existiert, gilt als Grundvoraussetzung für eine Tätigkeit in diesem Arbeitsfeld. Die einzelnen Module können entweder als Gesamtpaket oder separat, in einer beliebigen Reihenfolge und in einem frei gewählten Zeitraum gebucht werden. Zielgruppen sind sozialpädagogische Fachkräfte oder Menschen, die sich für den Täter-Opfer-Ausgleich interessieren. Die Ausbildung schließt mit der Zertifizierung zum/zur Mediator/in Strafsachen ab.

Des Weiteren besteht für Teilnehmende, die bereits eine andere Mediationsausbildung (120 Stunden) abgeschlossen haben, die Möglichkeit, durch die Teilnahme an den Modulen 1 bis 3 und einem Abschlusskolloquium das Zertifikat „Mediator/in in Strafsachen“ zu erwerben.

Die Ausbildung gliedert sich in folgende Module:

Die Teilnehmer des Basisseminars erfahren, wie ein Täter-Opfer-Ausgleich abläuft, welche Fälle dafür in Frage kommen, wie der Kontakt zu den Parteien zustande kommt und wann mit wem über welche Inhalte gesprochen wird. Theoretische Inputs werden in Übungen und Rollenspielen praktisch erprobt. Weiterhin werden Fachreferate zu den Themen „Standards und Gütesiegel“ sowie „Restorative Justice" gehalten.

Die Vermittlertätigkeit im Täter-Opfer-Ausgleich erfordert besondere Sensibilität im Umgang mit den Opfern von Straftaten. Deshalb sind Kenntnisse über die Phasen der Verarbeitung der Opferwerdung sowie über das Erkennen von und den Umgang mit Traumata besonders wichtig. Was darf und soll Opfern zugemutet werden? Was kann Opfer stärken und wo sind die Grenzen des Täter Opfer Ausgleichs? Wie kann man mit Opfern statt über Opfer reden.Die Theorieinputs werden in praktische Übungen und Rollenspiele erprobt. Es werden Fachreferate zu den Themen „Überkreuz oder konform?- Die Perspektiven von Gewaltopfern und das Strafverfahren“ und „Täter-Opfer-Ausgleich für traumatisierte Geschädigte? Chance oder Risiko?“ gehalten.

Die Staatsanwaltschaft und die Gerichte sind die wichtigsten Kooperationspartner der TOA Stellen. Von einer guten Zusammenarbeit hängt es ab, ob und in welchem Umfang das TOA-Angebot in Anspruch genommen wird. Es ist deshalb unabdingbar sich mit den Voraussetzungen für eine gute Kooperation zu beschäftigen. Was sind die Erwartungen und Befindlichkeiten der Kooperationspartner? Wie kann ich diese angemessen berücksichtigen? In Form von Fachreferaten zu den Themen „Mediation im Strafrecht“, „TOA im Ermittlungsverfahren“ und „TOA und Zivilrecht“ werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Täter‑Opfer‑Ausgleich vermittelt.

Besondere Fallkonstellationen bedürfen besonderer Herangehensweisen und Methoden. Seien es Fälle aus dem Bereich der „Häuslichen Gewalt“, Gruppendelikte oder chronifizierte Konflikte. In diesem Modul werden Methoden vorgestellt und erprobt, die sich auch aber nicht nur für diese besonderen Fallkonstellationen eignen.

Das letzte Modul dient dazu, im Rahmen eines Abschlusskolloquiums die während der Ausbildung erworbenen Kenntnisse zu überprüfen und die dokumentierten Fälle zu besprechen. Jeder Teilnehmer erhält ein persönliches Feedback.

In der Regel gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, wenn nicht ausdrücklich im Angebot anders beschrieben.

Sie können sich aktuell für folgende Gesamtausbildungen oder einzelne Module anmelden:

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