Über das TOA-Servicebüro
Auf Beschluss von Bundestag und Bundesregierung wurde das Servicebüro für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung 1992 als überregionale Zentralstelle zur Förderung des Täter-Opfer-Ausgleichs eingerichtet. Es ist eine Einrichtung des DBH — Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik e.V. und wird aus Mitteln des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert.
- Wir informieren und schulen Fachkräfte zur Möglichkeit der Konfliktvermittlung zwischen den - von einer Stratftat - betroffenen und für diese Straftat verantwortlichen Personen. Wir setzen uns dafür ein, dass Betroffene und Tatverantwortliche, die diese Möglichkeit in Anspruch nehmen möchten, durch entsprechend informiertes Personal darin unterstützt werden.
- Durch Fortbildungen, Informationen und Netzwerkarbeit fördern wir die fachliche Weiterentwicklung im Feld sowie den Austausch zwischen Fachkräften aus der (sozialarbeiterischen) Praxis, Justiz, Wissenschaft und Politik.
- Wir sorgen gleichzeitig für die Verbreitung und Berücksichtigung von (Mindest)Standards in der Vermittlung und damit (im Sinne der Opferschutzrichtlinie) für den Zugang zu fachgerecht arbeitenden „Wiedergutmachungsdiensten“.
Wir gehören zum DBH-Fachverband e.V.
Geschichte des TOA-Servicebüro
Die Planung der Einrichtung eines zentralen Büros für Täter-Opfer-Ausgleich zu Beginn der 90er Jahre trug vor allem vier Entwicklungen Rechnung:
- Nach zehn Jahren der Diskussion über die Schadenswiedergutmachung im Strafrecht, nach deutlicher Akzentuierung der Opferbelange durch das Opferschutzgesetz und nach ermutigenden Erfahrungen mit ersten Modellprojekten zum Täter-Opfer-Ausgleich bestand in der kriminalpolitischen Fachöffentlichkeit 1992 weitgehende Übereinstimmung, dass Täter-Opfer-Ausgleich als neue Perspektive im Umgang mit strafbarem Handeln größere Beachtung in der Strafrechtspflege verdiene und stärker im Kriminalrechtssystem verankert werden sollte.
- Die Zahl der in der Strafrechtspflege tätigen sozialen Dienste (freie Träger, Gerichtshilfen und Jugendämter), die Täter-Opfer-Ausgleich durchführten bzw. planten, war seit 1985 deutlich angestiegen. Zudem beabsichtigten Landesjustiz- und/oder Landesjugendverwaltungen der meisten Bundesländer, Täter-Opfer-Ausgleich in ihrem Zuständigkeitsbereich zu fördern, teils als Modell- oder Einzelprojekte, teils als flächendeckendes Angebot.
- Erfahrungen mit den Ausgleichsprojekten der ersten und zweiten Generation hatten erkennen lassen, dass Täter-Opfer-Ausgleich sich nicht im "Selbstläufer" zu einer nennenswerten Dimension in der Strafrechtspraxis entwickeln würde. Aus diesem Grunde fiel die Entscheidung, gezielte Aufbauarbeit durch Bereitstellung geeigneter Rahmenbedingungen, durch Information und durch Qualifizierung der in der praktischen Konfliktschlichtung Tätigen in die Wege zu leiten.
- Unter dem Begriff Konfliktschlichtung/Mediation - gemeint ist die Vermittlung in Streitfällen durch unparteiische Dritte - wurden Methoden entwickelt, die im Bereich des Strafrechts durch den Täter-Opfer-Ausgleich, aber auch in vielen anderen Lebensbereichen zunehmend Anwendung finden
- Wesentliche Voraussetzungen für die Einrichtung eines zentralen TOA-Servicebüros waren demnach: grundsätzliche Akzeptanz des Täter-Opfer-Ausgleichs, positive Entwicklung der Ausgleichspraxis, die zunehmende gesellschaftliche Bedeutung von Konfliktschlichtung und die Notwendigkeit der Qualitätssicherung bei der praktischen Umsetzung.

Ehlers, Aglaja | Büro- und Veranstaltungsmanagerin im TOA-Servicebüro
Aglaja Ehlers ist seit dem 01.05.2023 für den Bereich Büro- und Veranstaltungsmanagement im Servicebüro für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung des DBH-Fachverband e.V. tätig. Zu ihren Hauptaufgaben zählen die Organisation von Aus- und Fortbildungsveranstaltungen, das Finanz- und Antragswesen und die Unterstützung der bundesweiten TOA-Statistik.
E-Mail: ae@toa-servicebuero.de

Ruhnau, Marianne | Referentin im TOA-Servicebüro
Marianne Ruhnau ist seit dem 01.06.2021 im TOA-Servicebüro tätig. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit. Hierzu gehören u.a. die Erstellung und das Lektorat von Publikationen (z. B. TOA-Magazin), die inhaltliche Betreuung der Informationskanäle (Website, Newsletter) sowie Referentinnentätigkeiten. Darüber hinaus vertritt sie die Leitung und wirkt in den weiteren Tätigkeitsbereichen des TOA-Servicebüros mit: Aus- und Fortbildung, Qualitätssicherung, Mitwirkung an der Fortführung und Weiterentwicklung der TOA-Statistik.
E-Mail: mr@toa-servicebuero.de