Mitwirkende

Die Seite befindet sich im Aufbau, weitere Profile der Mitwirkenden folgen - Stand: 15. Mai 2018

Mitwirkende
(in alphabetischer Reihenfolge):

Barton, Stephan

Plenarvortrag:

"Strafverfahren und Kriminalpolitik im Zeichen des postfaktischen Opfers"

Prof. Dr. Stephan Barton (* 1953) ist ein deutscher Strafrechtswissenschaftler und Strafverteidiger. Seit 1994 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität Bielefeld. Er ist Direktor des Instituts für Anwalts- und Notarrecht der Universität Bielefeld.

Forschungsschwerpunkte liegen in der empirischen Justizforschung, ferner in den Bereich der Strafverteidigung, der Nebenklage sowie der Revision in Strafsachen. Daneben ist er auch weiterhin als Strafverteidiger tätig.

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Chapman, Tim

Arbeitsgruppe:

"EFRJ Values and Standards for Restorative Justice"

Tim Chapman ist Gastdozent an der University of Ulster in Nordirland, Großbritannien, und lehrt im Rahmen des Master-Programms in Restorative Practices.

Zur Entwicklung der Restorative Justice-Praxis in Nordirland hat er einen wichtigen Beitrag geleistet – sowohl im kommunalen als auch im gesetzlichen Bereich (einschließlich des nordirischen Gefängnisdienstes). Er arbeitete 25 Jahre in der Bewährungshilfe in Nordirland, wozu auch die Arbeit in Gefängnissen gehörte. In der Entwicklung einer effektiven Praxis der Bewährungshilfe in Großbritannien spielte er eine aktive Rolle; insbesondere durch die Veröffentlichung von "Evidence Based Practice", die er gemeinsam mit Michael Hough verfasste und die vom Innenministerium veröffentlicht wurde. Sein "Time to Grow"-Modell für die Überwachung junger Menschen hat die Maßnahmen in Jugendstrafsachen besonders in Schottland beeinflusst.

Er hat zahlreiche Veröffentlichungen über Restorative Justice und eine effektive RJ-Praxis veröffentlicht sowie bedeutende Forschungsarbeiten über Restorative Justice in Nordirland durchgeführt; darunter das Projekt ALTERNATIVE, das sich auf Restorative Justice und interkulturelle Konflikte konzentriert hat. Vor Kurzem wurden über dieses Forschungsprojekt zwei Bücher veröffentlicht. Im Jahr 2015 schrieb er mit Maija Gellin und Monique Anderson "A European Model of Restorative Justice with Children and Young People".

Er ist Vorstandsvorsitzender des European Forums for Restorative Justice.

Delattre, Gerd

Plenarvortrag:

"Dasselbe sehen, etwas anderes denken... Von der Notwendigkeit einer strukturellen Neuorientierung"

Gerd Delattre gilt als einer der Pioniere des Täter-Opfer-Ausgleichs. Bereits 1985 begann er im „Projekt Handschlag“ in Reutlingen mit der systematischen Durchführung des Täter-Opfer-Ausgleichs – ohne explizite Rechtsgrundlage,  in einem mehr als skeptischen Umfeld.

25 Jahre lang  war er hauptverantwortlich für die Durchführung des berufsbegleitenden Ausbildungskurses „Mediation in Strafsachen“ zuständig, den bisher mehrere tausend Personen absolviert haben. Unzählige Schulungen, Workshops für die Justizpraxis, für den polizeilichen Bereich und Verbände und Organisationen sind in den Jahren hinzugekommen.

Über 20 Jahre leitete er das Servicebüro für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung in Köln.

Er war Teilnehmer der Vorbereitungsgruppe für das European Forum für Restorative Justice und ist Gründungsmitglied. In diesem Kontext hat er zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften verfasst und viele Vorträge im In- und Ausland  gehalten.

Heute ist Gerd Delattre als Projektberater, Referent und Trainer unterwegs. Er ist Vorstandsmitglied im Verein ‚Tatausgleich und Konsens e.V.‘ und begleitet auf seiner Website mit kritischen Blogbeiträgen alles, was mit Restorative Justice und Täter-Opfer-Ausgleich im Zusammenhang steht.

Fiedeler, Silke M.

Arbeitsgruppe:

"DialogHaus Duisburg – eine Initiative zur Verbesserung des Opferschutzes"

Dr. Silke M. Fiedeler, Selbständige Rechtsanwältin in Essen seit dem Jahr 2000.

Ausbildung zur Mediatorin, Schwerpunkt Täter-Opfer-Ausgleich, an der Fernuniversität Hagen 1999/2000; seit 2002 Anerkannte Gütestelle in zivilrechtlichen Angelegenheiten im OLG-Bezirk Hamm.

Seit 2013 Fortbildungen und intensive Befassung mit „Kreisverfahren“ wie Peace-Circles, Wiedergutmachungskonferenzen und Restorative Circles.

Seit 2014 bei der Brücke Dortmund e.V. als Mediatorin tätig. Seit 2017 Projektleiterin von Ausgleich Rhein-Ruhr, Fachstelle für TOA in Duisburg/Brücke Dortmund e.V.

Hartmann, Arthur

Arbeitsgruppe:

"Restorative Justice und die Opferperspektive – Forschungsbefunde"

Prof. Dr. Arthur Hartmann, Hochschule für Öffentliche Verwaltung (HfÖV), Bremen, Leiter des Instituts für Polizei- und Sicherheitsforschung (IPoS, Bremen).

Arthur Hartmann (* 1957) studierte Rechtswissenschaft und Soziologie in München und wurde dort 1987 mit der Evaluation der beiden Bayerischen Modellprojekte zum Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendstrafrecht in München und Landshut beauftragt. Daraus entstand die Dissertation: „Schlichten oder Richten – Der Täter-Opfer-Ausgleich und das Jugendstrafrecht“.

Er war einer der Initiatoren und Gründungsmitglied der Forschungsgruppe „Täter-Opfer-Ausgleich“ und wesentlich an der Entwicklung und Realisierung der Bundesweiten TOA-Statistik in den Jahren 1992/93 beteiligt. Als Beauftragter der Forschungsgruppe hat er die Reformen der TOA-Statistik in den Jahren 1997 und 2008/9 koordiniert. Seit 2013 wird die Bundesweite TOA-Statistik an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung betreut und ausgewertet.

Seit seiner Dissertation hat Arthur Hartmann die Entwicklung von Täter-Opfer-Ausgleich und Restorative Justice durch wissenschaftliche Untersuchungen, Publikationen und Vorträge begleitet und gefördert. U.a. war er Mitglied der COST Action A 21 „Restorative Justice Developments in Europe“ und an den Projekten „Mediation and Restorative Justice in Prison Setting”, „Restorative Justice for All – Safeguarding Victims and Empowering Professionals“ sowie „Prison Break –Reducing Prison Population” beteiligt. Derzeit ist er u. a. mit dem Projekt „Victim Assesment and Analysis Tool” befasst.

Hopkins, Belinda

Arbeitsgruppe:

„Restaurative Praxis in Schulen – Von Konfliktschlichtungen zu einem ganzheitlichen Ansatz für ein besseres und respektvolles Miteinander in Schulgemeinschaften“

Dr. Belinda Hopkins, APRJC – Direktorin von Transforming Conflict, the National Centre for Restorative Approaches in Youth and Community Settings.

Seit mehr als 20 Jahren leistet Belinda mit ihren restaurativen Ansätzen im Jugendbereich in und außerhalb Großbritanniens Pionierarbeit. Anfang der 90er Jahre gründete sie die Organisation Transforming Conflict, die sich inzwischen national und international zu einer der führenden Anbieter von Ausbildung und Beratung im Feld restaurativer Ansätze etabliert hat. Die Organisation wurde vom britischen Restorative Justice Council (RJC) als Anbieter von hochwertigen Ausbildungen anerkannt.

Im Rahmen ihrer Promotion im Jahr 2006, erforschte Belinda Möglichkeiten zur Umsetzung ganzheitlicher restaurativer Ansätze in Schulen. Mit Leidenschaft teilt sie ihr Wissen, wie Ethos, Prinzipien und Praktiken restaurativer Ansätze Gemeinschaften (Communities) und Institutionen verändern können.

Weiterhin führt sie Schulungen durch, schreibt Bücher und Artikel, entwickelt Schulungsmaterialien und Ausbildungsmittel sowie spricht auf Konferenzen im In- und Ausland. Sie ist Mitglied der „Expert Advisory Group“ des Restorative Justice Councils und eine akkreditierte RJC-Praktikerin. Außerdem ist sie Mitglied der Arbeitsgruppe „Values and Principles“ des European Forum for Restorative Justice.

Als ehrenamtliche Mitarbeiterin in einer lokalen mit Opfern und Tätern arbeitenden RJ-Fachstelle, führt sie nach wie vor auch selbst Vermittlungsgespräche durch.

Jacob, Oliver

Arbeitsgruppe:

„Restaurative Praxis in Schulen – Von Konfliktschlichtungen zu einem ganzheitlichen Ansatz für ein besseres und respektvolles Miteinander in Schulgemeinschaften“

Dr. phil. Oliver Jacob – geb. 1970 in Berlin.

Oliver Jacob arbeitet seit dem Jahr 2000 als Vermittler im TOA (JGG) für die Integrationshilfe/EJF gemeinnützige AG in Berlin. Neben der Vermittlertätigkeit liegt sein Schwerpunkt in der konzeptionellen Weiterentwicklung des TOA sowie der Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit.

Oliver Jacob hat nebenberuflich zum Thema "Polizei und TOA" promoviert und gibt Seminare zum TOA und Restorative Justice – hier mit einem Schwerpunkt auf den Bereich der Schule. Seit kurzem ist Oliver Jacob der Fachstellenleiter der Integrationshilfe und Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins Integrationshilfe Berlin-Brandenburg e.V.

Magiera, Kim

Arbeitsgruppe:

"Was hat der TOA mit Bildung zu tun? Veränderungen der Beteiligten mit Hilfe einer Bildungsperspektive verstehen"

Kim Magiera ist Diplom-Pädagogin, Kriminologin (MA) und Mediatorin in Strafsachen.

Während ihres ersten Studiums lebte sie drei Jahre in den USA und arbeitete dort sowohl in einem First-Offenders-Programm als auch in einem Teen Court. Seit 2014 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Pädagogik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Ihre Interessenschwerpunkte umfassen Restorative Justice und Mediationsverfahren, Bildung, qualitativen Forschungsmethoden sowie visuelle Pädagogik und Kriminologie.

Sie promoviert zur Zeit zum Thema: Bildungsprozesse im Täter-Opfer-Ausgleich. Hierfür analysiert sie vor allem die Interaktionen in Ausgleichsgesprächen im Hinblick auf Veränderungen der Beteiligten und untersucht inwiefern sich diese als Bildungsprozesse verstehen lassen.

Opwis, Patrick

Arbeitsgruppe:

"Die Kunst der Konfliktvermittlung: Was zeichnet 'gute' Konfliktvermittler*innen aus?"

Patrick Opwis ist Bauarbeiter und Mediator.

In den 90er Jahren war er Mitglied in der Anti-Knast-Werkstatt, einem abolitionistischen Kollektiv, das für eine Gesellschaft ohne Knäste eintrat.

Die Suche nach Alternativen zum Strafsystem brachte ihn später unter anderem dazu, Mediator zu werden.

2013 begründete er mit anderen zusammen die ehrenamtlich arbeitende Gruppe “Mediation für Alle” in Köln. Diese möchte sowohl Menschen mit geringem Einkommen als auch fortschrittlich arbeitenden Gruppen Mediation als Möglichkeit der Konfliktbearbeitung zugänglich machen.

Er beschäftigt sich seitdem mit den speziellen Herausforderungen und Chancen der ehrenamtlichen Mediation.

Pelikan, Christa

Arbeitsgruppe:

"Desistance: eine Kritik - ein alternativer Zugang - eine Praxis und eine Kritik der Kritik"

Dr. Christa Pelikan ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Rechts- und Kriminalsoziologie seit dessen Gründung im Jahr 1973. Empirische und theoretische Forschung im Bereich des Strafrechts, des Strafprozessrechts und des Familienrechts.

1996-1999 Vorsitzende des Expertenkomitees „Mediation in Strafrechtsangelegenheiten“ beim Europarat; Forschungsberichte und Publikationen im Zusammenhang mit der wissenschaftlichen Begleitforschung zu den Modellprojekten „Außergerichtlicher Tatausgleich“ im Jugend- und im Allgemeinen Strafrecht;  

Gründungsmitglied des ‚European Forum for Restorative Justice. In diesem Rahmen Mitarbeit an internationalen Forschungsprojekten zur ‚Restorative Justice’. zuletzt am Projekt ‚ALTERNATIVE‘, in dem es um Konfliktarbeit in interkulturellen Settings ging, geleitete von Prinzipien der Restorative Justice.

Außerdem zahlreiche Vorträge, Seminare und Workshops in europäischen Ländern, in Argentinien, Brasilien und Kolumbien. Zuletzt eine Woche Arbeit mit RichterInnen und MediatorInnen in Tiflis, Georgien.

Räcke, Günter

Arbeitsgruppe:

"Opfer- und Schadensfonds in Berlin"

Dr. Günter Räcke ist seit 1993 Richter in Berlin und bearbeitet seit etwa 19 Jahren Jugendsachen beim Amtsgericht Tiergarten, zwölf Jahre davon in Zuständigkeit für den Bezirk Neukölln.

Opfer- und Schadensfonds sind seiner Erfahrung nach von ganz wesentlicher Bedeutung sowohl für die nachhaltige Auseinandersetzung des jugendlichen Täters mit seiner Tat und ihren Folgen als auch für die Aussöhnung mit dem Tatopfer und die Wiederherstellung des Rechtsfriedens.

 
Rampp, Benjamin

Plenarvortrag:

"Resilienz – Zum ambivalenten Verhältnis von Empowerment und Responsibilisierung"

Dr. Benjamin Rampp, Studium der Soziologie und Politikwissenschaft (Schwerpunkt Internationale Beziehungen) an der Universität Tübingen, Promotion an der Universität Trier 2014 mit einer Arbeit zum Verhältnis von Sicherheit und Vertrauen. 2007-2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen, seit 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Allgemeine Soziologie an der Universität Trier.

Seit 2016 Postdoktorand im Projekt „Theorie der Resilienz“ der DFG-Forschergruppe 2539 „Resilienz. Gesellschaftliche Umbruchphasen im Dialog zwischen Mediävistik und Soziologie“ an der Universität Trier. Forschungsschwerpunkte: Soziologische Theorie, Resilienz, Politische Soziologie, Soziologie der Sicherheit, Gouvernementalität, Soziologie des Vertrauens.

Richter, Christian

Arbeitsgruppe:

"Mediation bei Mord? Erfahrungen, Probleme und Perspektiven in Deutschland"

Jahrgang 1952, zwei Kinder. Ausbildung zum Dipl. Sozialpädagogen mit Zusatzausbildungen in Gesprächspsychotherapie, Mediation, Supervision für Mediatoren in der Ausbildung, systemischer Coach, Elterntrainer nach Thomas Gordon.

Seit 1992 TOA im allgemeinen Strafrecht. Seit 2013 in der TOA Fachstelle Medios-Mediation in Hannover. Langjähriger Koordinator beim Runden Tisch  (HAIP) in Hannover zum Thema „Häusliche Gewalt“. Mitbeteiligt bei der Entwicklung der TOA-Standards. Karatelehrer.

 

Richter, Natalie

Arbeitsgruppe:

"Die höchstrichterliche Rechtsprechung zum Täter-Opfer-Ausgleich im Rahmen von § 46a StGB unter besonderer Berücksichtigung der Beteiligung des Opfers"

Dr. Natalie Richter (geboren 1985 in Böblingen) studierte von 2004 bis 2010 Rechtswissenschaft an den Universitäten Konstanz und Tübingen mit dem Schwerpunkt Rechtspflege in Strafsachen.

Nach dem ersten Staatsexamen promovierte sie bei Prof. Dr. Hans-Jürgen Kerner zum Thema „Täter-Opfer-Ausgleich und Schadenswiedergutmachung im Rahmen von § 46a StGB – Eine Problemanalyse unter besonderer Berücksichtigung der höchstrichterlichen Rechtsprechung seit 1995.“ Zudem arbeitete sie als akademische Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kriminologie, Straf- und Sanktionenrecht von Prof. Dr. Jörg Kinzig, Direktor des Instituts für Kriminologie der Universität Tübingen.

Von 2012-2014 war sie Referendarin am Landgericht Tübingen mit Stationen in München und New York. Seit September 2015 arbeitet sie als Syndikusrechtsanwältin bei der Daimler AG in Stuttgart in der Abteilung Arbeits- und Sozialrecht.

Samplers, Petra

Arbeitsgruppe:

"Self-determination in VOM – especially in cases of serious crime"

Petra Sampers (*1969) hat einen Bachelor-Abschluss in Sozialer Arbeit und einen Master-Abschluss in Kriminologie.

Seit 2002 arbeitet sie als Mediatorin in Strafsachen (Victim-Offender-Mediation) in Löwen (Belgien) für Moderator.

Diese Mediationen erfolgen auf freiwilliger Basis mit erwachsenen Tätern in allen Phasen des Strafverfahrens (vor und nach dem Prozess).

Von 1994-2002 war sie für die Opferhilfe bei der Staatsanwaltschaft und dem Gericht in Löwen tätig.

Schlupp-Hauck, Wolfgang

Arbeitsgruppe:

"Mediation bei Mord? Erfahrungen, Probleme und Perspektiven in Deutschland"

Wolfgang Schlupp-Hauck, geb. 1957, Sozialarbeiter (Dipl.-FH), arbeitet im Täter-Opfer-Ausgleich beim Jugendamt Stuttgart in der Dienststelle Ambulante Maßnahmen der Jugendhilfe im Strafverfahren.

Er war Projektkoordinator des von der Stuttgarter Stiftung „Zukunft der Jugend“ geförderten Projektes „Wiedergutmachungskonferenzen“.
Er ist einer der Autoren des Leitfadens „Einbeziehung des sozialen Umfeldes in den Täter-Opfer-Ausgleich“. Vom Justizministerium Baden-Württemberg wurde er beauftragt, in der Zeit von 2013 bis 2014 das Projekt „Täter-Opfer-Ausgleich im Justizvollzug“ zu koordinieren.

Von 2008 bis 2016 war er einer der Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft TOA in Baden-Württemberg. Seit 2013 ist er im Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft TOA, aktuell als stellvertretender Vorstandsvorsitzender.

Treibel, Angelika

Arbeitsgruppe:

"Das nicht-traumatisierte Opfer - als Problem. Was brauchen Betroffene von Kriminalität (wirklich)?"

Dipl.-Psych. Dr. Angelika Treibel ist seit 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Kriminologie der Universität Heidelberg. Von 2005 bis 2010 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Sektion Psychotraumatologie der Psychosomatischen Klinik des Uniklinikums Heidelberg. Von 2011 bis 2012 und von 2014 bis 2015 war sie Mitarbeiterin des Frauennotrufs Heidelberg.

Ihre Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind Viktimimologie und Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV).

 

Triel, Hans van

Arbeitsgruppe:

"DialogHaus Duisburg – eine Initiative zur Verbesserung des Opferschutzes"

Oberamtsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Duisburg. Dezernent  für Verfahren der "Häuslichen Gewalt" und TOA-Koordinator der Staatsanwaltschaft.

Im Rahmen der Ausbildung "Mediation in Strafsachen" und der Indoorschulungen für Staatsanwaltschaften ist er für das TOA-Servicebüro als Referent zum Thema "TOA aus Sicht der Amtsanwaltschaft und Zusammenarbeit mit der Justiz" tätig.

 

Tutu van Furth, Mpho

Plenarvortrag:

"Forgiveness: The Healing gift that you give to yourself/Vergebung: Ein Geschenk an dich selbst"

Reverend Canon Mpho Tutu van Furth ist Predigerin, Lehrerin, Autorin, Exerzitienbegleiterin und Priesterin der Episkopalkirche. Kurz nach ihrer Heirat mit Marceline van Furth im Jahr 2016 ist sie von ihrem Amt in der Diözese Saldanha Bay zurückgetreten, weil die anglikanische Kirche in Südafrika es ihren Priester*innen nicht erlaubt, gleichgeschlechtliche Partner*innen zu heiraten.

Tutu van Furth ist die Tochter des Anti-Apartheid-Aktivisten Erzbischof Emeritus Desmond Tutu und Leah Tutu. Sie war die Gründungsgeschäftsführerin der Desmond & Leah Tutu Legacy Foundation.

Frau Tutu van Furth lebt in den Niederlanden.

 

Waade, Marion

Arbeitsgruppe:

"Mediation bei Mord? Erfahrungen, Probleme und Perspektiven in Deutschland"

Marion Waade, geb. 1959, lebt in Berlin, Gesprächs- und Traumatherapeutin, Mediatorin (univ.).

Gründerin und Vorsitzende des Bundesverbandes ANUAS e.V. – Hilfsorganisation für Angehörige gewaltsamer Tötung, Leiterin der ANUAS - Beratungs- und Kontaktstelle für Opfer psychischer Gewalt nach einer tödlichen Gewalttat und Täterangehörigen in Berlin, Leiterin der ANUAS-Studiengruppe: „Gewaltsame Tötung – Auswirkungen für Angehörige in allen Bereichen des persönlichen, familiären und gesellschaftlichen Lebens. Wünsche, Bedürfnisse und Bedarfe betroffener Menschen“.

Autorin der ANUAS-Publikationen: „Kann die Mediation als alternatives Verfahren zur Streitbeilegung in Mordfällen zum Einsatz kommen, und wie könnte diese in Deutschland aussehen?“, „Resilienz – das Immunsystem der Seele stärken. Das Geheimnis seelischer Widerstandskraft“, „Leitfaden für Gewaltopfer und Angehörige -- Informationen, Hinweise und Hilfsangebote für betroffene Angehörige von Mord-, Tötungs-, Suizid-, Vermisstenfällen sowie Täterangehörigen und als Hilfsmaterial für interessierte Nichtbetroffene und Helfer im gesundheitspräventiven, psycho-sozialen und Inklusionsbereich“, „Recovery – Hoffnung, Sinn, Gesundheit“, „Betroffene kommen zu Wort“ (Mitautorin: Sylvia Geiss – HP Psych, integr. Traumatherapeutin).

Wolter, Daniel

Arbeitsgruppe:

"Resilienz fördern – Widerstandsfähigkeit stärken – Krisen bewältigen! Wo bleibt das soziale Umfeld im Resilienzdiskurs?"

Daniel Wolter ist seit Januar 2016 Geschäftsführer des DBH Fachverbandes für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik.

Der studierte Soziologe und Kriminologe (Rechtswissenschaften mit den Schwerpunkten Strafrecht, Strafvollzugsrecht, Jugendstraf- und Strafprozessrecht) war nach seinem Studium zunächst in der Kriminologischen Forschungsstelle des Landeskriminalamtes Niedersachsen tätig.

Zwischen 2011 und 2013 war er am Institut für Kriminologie der Universität Köln im Projekt "Gewalt und Suizid im Jugendstrafvollzug" beschäftigt und anschließend als Dozent und Wissenschaftlicher Mitarbeiter in diversen Forschungsprojekten zu Kriminalprävention am Institut für Organisation und Management in der Sozialen Arbeit der (ehemaligen) Fachhochschule Köln tätig.

 

Das Organisationsteam des 17. TOA-Forums besteht aus Johanna Muhl, Evi Fahl, Christoph Willms (TOA-Servicebüro) und Dr. Oliver Jacob (EJF).

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

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