Developing Peacemaking Circles in a European Context

Autor/Autoren: 
Elmar G. M. Weitekamp (Hrsg.)
Jahr: 
2015

Diese Studie stellt den Hintergrund und die Ergebnisse einer Pilotstudie dar, mit der zu klären versucht wurde, wie Friedens- oder Heilungszirkel in Europa eingeführt werden können. Obwohl Täter-Opfer-Ausgleich in Europa gut bekannt und in der Praxis eingeführt ist, ging es dieser Studie erweiternd darum, in dieses Bild noch die Rolle der unterschiedlichsten 'Communities' mit aufzunehmen bzw. sie einzuführen. Für diese Pilotstudie wurden drei Länder ausgewählt:

Deutschland, Belgien und Ungarn. Im Verlauf der zweijährigen Projektdauer wurden, neben vielen anderen Aktivitäten zur Grundlagen- und vergleichenden Analyse, insgesamt 30 Zirkel durchgeführt und untersucht. Als ein vorläufiges Ergebnis kann folgendes festgestellt werden: Obwohl die drei Forschungsgruppen die Meinung vertreten, dass Friedenszirkel das größte Potential für restaurative Ansätze haben, werden diese bei weitem nicht als die einzige restaurative Möglichkeit angesehen. Durch das Hinzufügen von Friedens- oder Heilungszirkeln zum Katalog schon existierender restaurativer Maßnahmen können die Möglichkeiten für Opfer, Täter und die Communities drastisch verbessert werden.

Es muss allerdings warnend darauf hingewiesen werden, dass es auf Grund von rechtlichen und administrativen Vorschriften oft in unterschiedlicher Weise sehr schwierig sein kann, diese Hürden zu überwinden. Es bedarf zur praktischen Implementation also vieler Mühen. Aber die gute Nachricht ist dennoch generell: es kann gemacht werden!

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